Wäsche richtig waschen: Die Schritt-für-Schritt-Anleitung für saubere Wäsche
Zuletzt aktualisiert:
Sie kommen nach einem langen Arbeitstag nach Hause, der Alltag fordert Sie, und der Wäscheberg ruft. Keine Sorge: Wäsche richtig waschen muss weder zeitaufwendig noch kompliziert sein. Mit den passenden Handgriffen, exakter Dosierung und dem Fachwissen aus vier Generationen Wäschepflege verwandeln Sie verschmutzte Kleidung mühelos in hygienisch frische Lieblingsstücke. Erleben Sie, wie einfach brillante Waschergebnisse sein können!
In Kürze erklärt: Wie wäscht man Wäsche?
- Sortieren: Trennen Sie Ihre Textilien konsequent nach Farbe (Weiß, Hell, Dunkel) und nach dem jeweiligen Material. Beachten Sie stets das Pflegeetikett.
- Beladen: Überladen Sie die Trommel nicht. Bei normaler Baumwollwäsche sollte stets eine hochkant aufgestellte Handbreit Platz zwischen der Wäsche und dem oberen Trommelrand bleiben.
- Waschmittel zuordnen: Das Pulver oder Flüssigwaschmittel für den regulären Waschgang kommt in das Fach II (Hauptwäsche). Fach I ist ausschließlich für die Vorwäsche, das Fach mit dem Blumensymbol für den Weichspüler.
- Programm wählen: Passen Sie Temperatur und Schleuderzahl an die Textilien an. Für normal verschmutzte Alltagskleidung reichen meist 30 °C in Verbindung mit einem Eco-Programm völlig aus.
Schritt 1: Wäsche richtig sortieren - Die Basis für den Erfolg
Der erste und wichtigste Schritt für strahlend saubere Kleidung beginnt noch vor der Waschmaschine. Wer seine Wäsche richtig sortiert, schützt die Fasern und bewahrt die Leuchtkraft der Farben.
Trennen Sie Ihre Wäsche zunächst grob in drei Farbkategorien: weiße Wäsche, helle Farben (wie Pastelltöne oder Hellgrau) und dunkle beziehungsweise intensiv leuchtende Farben (Schwarz, Marineblau, Rot). So verhindern Sie einen ärgerlichen Grauschleier auf Ihren weißen Hemden. Wenn Sie bunte Textilien mit weißen Mustern waschen und auf Nummer sicher gehen möchten, geben Sie einfach ein Dr. Beckmann Farb- & Schmutzfänger Tuch direkt mit in die Trommel. Das Tuch nimmt auslaufende Farbe aus dem Wasser auf, bevor sie sich auf anderen Textilien absetzen kann.
Neben der Farbe ist das Material entscheidend. Handtücher aus fester Baumwolle benötigen eine andere Pflege als empfindliche Blusen aus Seide oder das atmungsaktive Laufshirt.
Schritt 2: Die Waschmaschine richtig beladen - Nicht zu viel und nicht zu wenig
Eine der häufigsten Ursachen für unzureichende Waschergebnisse ist eine falsch befüllte Trommel. Um die Waschmaschine richtig beladen zu können, brauchen Sie keine Waage, sondern nur einen einfachen Handgriff.
Legen Sie die sortierte Kleidung locker in die Trommel, ohne sie hineinzupressen. Bei robuster Wäsche wie Baumwoll-T-Shirts, Bettwäsche oder Handtüchern gilt die eiserne Regel: Lassen Sie eine hochkant aufgestellte Handbreit Platz zwischen der Wäsche und der Trommeldecke. So hat die Kleidung genug Bewegungsfreiraum. Das Wasser und das Waschmittel können jede Faser durchdringen und der Schmutz wird durch die mechanische Reibung optimal gelöst.
Wird die Trommel zu vollgestopft, können sich Bezüge verdrehen, das Waschmittel verteilt sich ungleichmäßig und die Wäsche kommt fleckig oder mit weißen Pulverrückständen heraus. Kann man eine Waschmaschine zu wenig beladen? Ja, auch das kommt vor. Bei einer fast leeren Trommel verschwenden Sie nicht nur unnötig Wasser und Energie, die einzelnen Kleidungsstücke werden auch mechanisch stärker beansprucht, da sie ungebremst an die Trommelwand schlagen.
Ein essenzieller Tipp für die Langlebigkeit: Drehen Sie bedruckte T-Shirts, Jeans und Hosen mit Applikationen vor dem Waschen konsequent auf links. Das schützt die empfindlichen Oberflächen. Schließen Sie zudem alle Reißverschlüsse und Knöpfe, damit diese keine feinen Löcher in andere Kleidungsstücke reißen.
Schritt 3: In welches Fach kommt das Waschmittel?
Moderne Waschmaschinen verfügen über eine Einspülkammer mit drei separaten Fächern. Doch welches Fach nutzt man wofür? Die korrekte Zuordnung ist entscheidend, damit die Maschine die Wirkstoffe im exakt richtigen Moment des Waschzyklus abruft.
Fach I (oder A): Dieses Fach ist für die Vorwäsche reserviert. Sie benötigen es nur bei extrem stark verschmutzter Wäsche, beispielsweise bei öliger Arbeitskleidung oder stark verkrusteter Matsch-Kleidung der Kinder. Im normalen Alltag bleibt dieses Fach meist leer.
Fach II (oder B): Dies ist das Hauptwäsche-Fach. Hier füllen Sie Ihr reguläres Waschmittel ein – egal, ob Pulver oder Flüssigwaschmittel. Die Maschine spült dieses Fach direkt zu Beginn des Hauptwaschgangs aus.
Das Fach mit der Blume (oder Sternchen): Das kleinste Fach ist für flüssige Zusätze wie Weichspüler oder Hygienespüler gedacht. Die Maschine zieht diese Flüssigkeit erst im allerletzten Spülgang ein, damit der Duft und die weichmachenden Eigenschaften auf den Fasern verbleiben.
Achten Sie besonders auf die richtige Dosierung. Zu viel Waschmittel führt zu starker Schaumbildung, schadet langfristig den Schläuchen der Maschine und belastet die Umwelt. Richten Sie sich stets nach dem Verschmutzungsgrad der Wäsche und dem Härtegrad Ihres regionalen Wassers. Die entsprechenden Tabellen finden Sie auf jeder Waschmittelverpackung. Messen Sie das Mittel exakt in Gramm oder Milliliter ab, anstatt es nach Gefühl in die Maschine zu schütten.
Wählen Sie zudem das richtige Produkt: Vollwaschmittel enthält Bleichmittel und optische Aufheller – das ist perfekt für weiße Wäsche und hält diese strahlend weiß. Für Ihre bunten Kleidungsstücke greifen Sie zu einem Colorwaschmittel, das auf Bleiche verzichtet und stattdessen Enzyme nutzt, um die Fasern zu reinigen und die Farben zu erhalten.
Schritt 4: Das passende Waschprogramm und die richtige Temperatur
Nachdem die Maschine korrekt beladen und das Waschmittel im richtigen Fach platziert ist, fehlt nur noch das passende Programm. Die Auswahl hängt vom Material und dem Verschmutzungsgrad ab.
Für den normalen Alltag hat sich das Waschen bei niedrigen Temperaturen bewährt. Leicht verschmutzte T-Shirts, Pullover und Hosen werden bereits bei 20 bis 30 °C hygienisch rein. Moderne Waschmittel wirken durch leistungsstarke Tenside und Enzyme bereits bei kühlem Wasser hervorragend. Wenn Sie die Temperatur von 40 °C auf 30 °C senken, sparen Sie einen erheblichen Teil der Energie ein – eine verantwortungsvolle Wahl für Ihr Zuhause und die Umwelt. Nutzen Sie dafür gerne die Eco-Programme Ihrer Maschine. Diese dauern zwar länger, weil das Wasser langsamer aufgeheizt wird, sie gehen aber besonders schonend mit den Ressourcen um.
Wählen Sie für Hemden, Blusen und feine Stoffe das Programm „Pflegeleicht“ oder „Feinwäsche“. Diese Programme arbeiten mit einem höheren Wasserstand und einer geringeren Trommelbewegung, was die Fasern schützt und Knitterfalten reduziert. Reduzieren Sie hier die Schleuderdrehzahl auf maximal 800 Umdrehungen pro Minute.
Was wäscht man bei 60 Grad? Hierzu zählen Textilien, bei denen besondere Hygiene gefragt ist. Bettwäsche, Handtücher, Waschlappen, Putzlappen und Baumwollunterwäsche sollten bei 60 °C gewaschen werden, um Bakterien und Keime zuverlässig zu entfernen. Temperaturen von 90 °C sind heute im Alltag fast nicht mehr nötig. Starten Sie einen Kochwaschgang lediglich einmal im Monat leer mit einem Maschinenpfleger, um Gerüche und Ablagerungen im Inneren Ihrer Waschmaschine zu beseitigen.
Knifflige Probleme vorab lösen: Die gezielte Fleckenbehandlung
Selbst das beste Waschprogramm stößt bei eingetrockneten Flecken wie z. B. Rotwein-, Blut- oder Schmierfett-Flecken an seine Grenzen. Behandeln sie hartnäckige Flecken daher mit dem passenden Dr. Beckmann Fleckenteufel vor. Passgenaue Tipps, wie Sie hartnäckige Verschmutzungen aus Ihrer Wäsche entfernen - und gleichzeitig das Gewebe schonen - finden Sie in unserem Ratgeber zum Thema Flecken entfernen.
Häufige Fragen rund ums Wäschewaschen (FAQ)
Ja, das ist grundsätzlich möglich, solange beide aus robuster Baumwolle bestehen und zusammen bei 60 °C mit einem Vollwaschmittel gewaschen werden. Achten Sie jedoch darauf, dunkle Putzlappen nicht mit weißen Handtüchern zu mischen, um Verfärbungen zu vermeiden.
Das ist in jedem Fall empfehlenswert. Bei der Textilherstellung kommen oft verschiedene Hilfsstoffe, Farbreste oder Imprägnierungen zum Einsatz. Ein erster Waschgang bei 30 °C spült diese Rückstände zuverlässig aus den Fasern und schützt Ihre Haut vor möglichen Irritationen.
Sport- und Funktionswäsche benötigt eine besondere Pflege, damit die Membranen atmungsaktiv bleiben. Verwenden Sie ein spezielles Flüssigwaschmittel oder Feinwaschmittel und waschen Sie die Textilien bei maximal 30 bis 40 °C im Pflegeleicht-Programm. Geben Sie niemals Weichspüler hinzu! Dieser verklebt die feinen Poren der Funktionsfasern, wodurch die Kleidung ihre schweißableitenden Eigenschaften verliert.
Lufttrocknen auf dem Wäscheständer ist die schonendste Methode für fast alle Textilien. Es schützt die Fasern vor mechanischer Abnutzung und spart zudem wertvolle Energie. Der Trockner hingegen entfaltet seine Stärken bei Handtüchern und Bettwäsche: Durch die stetige Bewegung im warmen Luftstrom werden diese Textilien auch ohne die Zugabe von Weichspüler wieder herrlich weich und flauschig.
Eine Gummimatte (Antivibrationsmatte) kann helfen, wenn Ihre Maschine auf einem sehr glatten Fliesenboden steht oder beim Schleudern stark wandert. Sie dämpft die Vibrationen und reduziert die Lautstärke. Bei modernen, gut ausbalancierten Waschmaschinen auf einem festen Untergrund ist eine solche Matte jedoch meist nicht zwingend notwendig. Prüfen Sie stattdessen mithilfe einer Wasserwaage, ob die Maschine hundertprozentig gerade steht.
